Fechten (Bühnenfechten)

Fechten ist nach wie vor Teil einer guten Schauspielausbildung und wird es wahrscheinlich immer bleiben.

Das Gefecht ist die Eskalation des verbalen Konflikts hin zur bewaffneten Auseinandersetzung. Man lässt „die Waffen sprechen“. Die Faszination für die dabei  möglichen „Dialoge“ ist bis heute ungebrochen. In der Art zu fechten lassen sich ganze Figurencharakterisierungen darstellen.

Bis heute sind die Fechtszenen etlicher Shakespeare-Stücke („Romeo und Julia“, „Hamlet“ etc.) und natürlich die von Reimen begleiteten Gefechte des „Cyrano de Bergerac“ (Rostand) eine tolle Spielwiese für im Fechten ausgebildete Schauspieler.

Fechtszenen von zeitloser Berühmtheit finden sich auch in zahlreichen Filmen wie z.B. „D’Artagnan“,  oder auch „Der Fluch der Karibik“.

Technisch unterscheidet sich das Bühnenfechten klar vom modernen Sportfechten. Während beim Sportfechten  Treffer selbst für Fachleute meist nur mit elektronischen Hilfsmitteln erkennbar gemacht werden können, zielt die Technik des Bühnenfechtens auf maximale äußere Wirkung ab.

Auch spielt der Sicherheitsaspekt beim Bühnenfechten eine große Rolle, da die Gesichter der Schauspieler ja nicht durch Masken geschützt sind. Geübte Bühnenfechter beherrschen die „Fechtsprache“ so gut, dass sie damit gefahrlos improvisieren können.

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