Demoband (engl.: Showreel)

Das Demoband (engl.: Showreel) ist im Besetzungsprozess bei Film und Fernsehen ein wichtiges Medium, um die Wirkung des jeweiligen Schauspielers auf dem Bildschirm oder auf der Leinwand beurteilen zu können.

Für eine Bewerbung bei Agenturen und Castern ist daher in der Regel ein Demoband verlangt. Dies stellt gerade für Berufsanfänger oder Quereinsteiger eine erhebliche Hürde dar, denn irgendwoher muss das erste Filmmaterial ja erst einmal kommen. Die unentgeltliche Mitwirkung an Studentenfilmen kann hier ein guter Zwischenschritt sein um Material für ein erstes Demoband zusammen zu bekommen.

Für Einsteiger ist ein knackig zusammengeschnittenes Interview (1 Minute reicht!) oft ein guter und ehrlicher Start. So steht man nicht mit leeren Händen da und Caster und Regisseure bekommen immerhin ein Gefühl, wie man so rüberkommt. Selbstgedrehte oder in Schauspielkursen entstandene Demobandszenen hingegen schaden auf dem Demoband meist mehr als dass sie nutzen. Licht, Ton, Schnitt, Kameraführung und Spielpartner hinken versendefähigem Material qualitativ meist so sehr hinterher, dass der „billige“ Gesamteindruck auf den Schauspieler zurückfallen kann. Denke dran, dass Caster täglich Dutzende Showreels in guter TV- und Kinoqualität sichten und ein „Billigprodukt“ sofort so unangenehm auffällt wie eine Visitenkarte aus dem Kopiergerät.

Das Demoband sollte möglichst aktuell sein und den Schauspieler in verschiedenen Rollen und Spielsituationen zeigen.

Während Demobänder früher noch mühsam als VHS-Kassette oder als DVD einzeln an die Caster verschickt werden mussten, wird heute nahezu ausschließlich mit Schauspielerdatenbanken im Internet gearbeitet. Demobänder sind so für jeden Caster jederzeit  verfügbar und können vom Schauspieler bzw. seiner Agentur einfach aktualisiert werden. Die bekanntesten und meistgenutzten Schauspielerdatenbanken sind Filmmakers und Schauspielervideos.

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