ErfahrungsberichtIntensivkurs

Erfahrungsbericht aus dem Intensivkurs Woche 2

Erfahrungsbericht "actorfactory"-Intensivkurs: Woche 2

Die zweite Woche Schauspiel-Intensivkurs bei Actorfactory war wieder sehr herausfordernd. Ich könnte allein über die Körper- und Stimmarbeit mit Katharina oder das Improvisationstraining mit Dido einen ganzen Beitrag schreiben! Das hebe ich mir aber für später auf. Die große Überschrift für den Schauspielteil des Kurses mit Johannes könnte diese Woche lauten: Verhalten, Verhalten, Verhalten!Wir haben uns Ende letzter Woche jeder ein Tier ausgesucht, in dessen Rolle wir für eine Woche schlüpfen und dessen Verhalten wir studieren. Ich habe mich für einen Wolf entschieden. 🐺 Andere für Chamäleon, Ratte, Faultier, Katze, Leopard, Tiger, Krokodil, Otter und Waschbär. Später haben wir die Tiere dann „vermenschlicht“ und alle zusammen in ein Wartezimmer gesetzt. Sitzt ein Otter mit einem Krokodil, einem Wolf und einer Ratte im Wartezimmer. Wir hatten viel Spaß bei diesen Mensch-Tier-Impros. 😂 Wenn du dich fragst, wie sehr Menschen Tieren ähneln können, dann empfehle ich dir sehr ZOOMANIA anzuschauen (läuft derzeit auf Netflix) 😉 – ich habe herzlich gelacht und einige Elemente unserer Tierarbeit + Vermenschlichung wiedererkannt.Anfangs hatte ich meine Probleme damit komplett in den Wolf zu finden. Auf allen Vieren durch den Raum „krabbeln“ ist einfach erstmal sehr ungewohnt und ziemlich anstrengend. Alles fühlt sich fremd an. Und viele Fragezeichen kommen auf – neben blauen Flecken und Muskelkater 🙈. Wie läuft, jagt, frisst, wirbt, bedroht, beobachtet, spielt, beschützt – verhält sich – so ein Wolf? Welches könnte sein Zentrum sein? Was will dieses Zentrum? Da hilft erstmal nur Recherchearbeit und vor allem: genauestens beobachten, einfühlen und ausprobieren!Ich spüre meine Reißzähne, mein Maul, mein Fell, mein Bauchzentrum. Und plötzlich denke ich (als Vegetarierin!) an blutiges Fleisch und meine Spiel-Kollegen im Raum werden zu Beute. 😛Sich dann voll und ganz darauf einzulassen, ist die größte Herausforderung. Wie gehe ich damit um, wenn ich realisiere, dass ich knurre, die Zähne fletsche oder jaule? Übernimmt das Schamgefühl die Oberhand und haut mich aus der Rolle? Die Transformation ist von Tag zu Tag besser gelungen und das Gefühl, zwischendurch komplett mit dem Tier zu verschmelzen, ist auf eine gute Art und Weise verrückt und die blauen Knie wert. Nach einer Woche versteht man natürlich noch nicht die ganze Komplexität der Verhaltensweisen eines Tieres. Aber man schafft es einige Minuten konsequent in der Rolle zu bleiben und fühlt sich mit dem Tier verbunden. Diese Verbindung wird auch eine Weile bestehen bleiben.Nächste Woche gehen wir über zu Verhaltensstudien beim Menschen! Bleib dran! 😉

Gepostet von Actorfactory am Samstag, 17. Februar 2018

Die zweite Woche Schauspiel-Intensivkurs bei Actorfactory war wieder ziemlich herausfordernd. Ich könnte allein über die Körper- und Stimmarbeit mit Katharina oder das Improvisationstraining mit Dido einen ganzen Beitrag schreiben! Das hebe ich mir aber für später auf.

Die große Überschrift für den Schauspielteil des Kurses mit Johannes könnte diese Woche lauten: Verhalten, Verhalten, Verhalten! Wir haben uns Ende letzter Woche jeder ein Tier ausgesucht, in dessen Rolle wir für eine Woche schlüpfen und dessen Verhalten wir studieren. Ich habe mich für einen Wolf entschieden. 🐺 Andere für Chamäleon, Ratte, Faultier, Katze, Leopard, Tiger, Krokodil, Otter und Waschbär. Später haben wir die Tiere dann „vermenschlicht“ und alle zusammen in ein Wartezimmer gesetzt. Sitzt ein Otter mit einem Krokodil, einem Wolf und einer Ratte im Wartezimmer. Wir hatten viel Spaß bei diesen Mensch-Tier-Impros. 😂 Wenn du dich fragst, wie sehr Menschen Tieren ähneln können, dann empfehle ich dir sehr ZOOMANIA anzuschauen (läuft derzeit auf Netflix) 😉 – ich habe herzlich gelacht und einige Elemente unserer Tierarbeit + Vermenschlichung wiedererkannt.

Anfangs hatte ich meine Probleme damit komplett in den Wolf zu finden. Auf allen Vieren durch den Raum „krabbeln“ ist einfach erstmal sehr ungewohnt und ziemlich anstrengend. Alles fühlt sich fremd an. Und viele Fragezeichen kommen auf – neben blauen Flecken und Muskelkater 🙈. Wie läuft, jagt, frisst, wirbt, bedroht, beobachtet, spielt, beschützt – verhält sich – so ein Wolf? Welches könnte sein Zentrum sein? Was will dieses Zentrum? Da hilft erstmal nur Recherchearbeit und vor allem: genauestens beobachten, einfühlen und ausprobieren! Ich spüre meine Reißzähne, mein Maul, mein Fell, mein Bauchzentrum.

Und plötzlich denke ich (als Vegetarierin!) an blutiges Fleisch und meine Spiel-Kollegen im Raum werden zu Beute. 😛 Sich dann voll und ganz darauf einzulassen, ist die größte Herausforderung. Wie gehe ich damit um, wenn ich realisiere, dass ich knurre, die Zähne fletsche oder jaule? Übernimmt das Schamgefühl die Oberhand und haut mich aus der Rolle? Die Transformation ist von Tag zu Tag besser gelungen und das Gefühl, zwischendurch komplett mit dem Tier zu verschmelzen, ist auf eine gute Art und Weise verrückt und die blauen Knie wert.

Nach einer Woche versteht man natürlich noch nicht die ganze Komplexität der Verhaltensweisen eines Tieres. Aber man schafft es einige Minuten konsequent in der Rolle zu bleiben und fühlt sich mit dem Tier verbunden. Diese Verbindung wird auch eine Weile bestehen bleiben. Nächste Woche gehen wir über zu Verhaltensstudien beim Menschen!

Bleib dran! 😉